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“Die Mehrheit mietet”

Die Mehrheit mietet

Trotz der seit Jahren geringen Hypothekenzinsen und dem im Vergleich zur Miete oft günstigerem Eigentum ist die Wohneigentumsquote in den Jahren 2011 bis 2014 im Durchschnitt kaum gestiegen; 2014 lag sie bei 45,4 Prozent. Bei genauere Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Immobilienerwerb nach Einkommen und Alter stark divergiert: So ist die Wohneigentumsquote in der Gruppe der 65-74-jährigen um 2,4 Prozent auf 58,3 Prozent und im höchsten Einkommensfünftel um 3,2 Prozent auf 69,1 Prozent gestiegen. Auch im zweiten und dritten Fünftel sind die Quoten leicht gestiegen, während im vierten und vor allem im ersten Einkommensfünftel der Immobilienerwerb zurück ging. In letzterem liegt die Quote bei gerade einmal 17,4 Prozent.
 
Dass jüngere Haushalte sowie solche mit geringem Einkommen nicht mehr oder sogar weniger Eigentum erwerben, ist laut des Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) auch der Hauptgrund für die Stagnation der Gesamtquote. Die damit verbundenen hohen Kosten für Darlehen und Steuern könnten solche Haushalte nur schwer oder gar nicht aufbringen. Das IW schlägt daher eine staatliche Förderung des Immobilienerwerbs von Geringverdienern etwa durch einen reduzierten Grunderwerbssteuersatz oder gänzlichen Verzicht, staatliche Nachrangdarlehen etwa über die KfW oder Garantien für Banken vor. Somit könnten im unteren Einkommensbereich der Vermögensaufbau erleichtert, die Altersvorsorge und Wohnkostenbelastung verbessert, sowie allgemein Vermögensunterschiede verringert werden.

Quelle: Immobilienverband IVD Nord e.V.

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